Mögen Sie Chips?

Auch für Kartoffelchips scheint meine "Schokoladentheorie" entsprechend zu gelten: Es gibt keine halben Tafeln. Also in diesem Falle - angebrochene Packungen. Wenn eine Packung einmal geöffnet ist, dann wird gedankenlos gefuttert, bis sie leer ist. Es scheint einer der Gründe für zunehmendes Übergewicht in unserer und in anderen Gesellschaften zu sein, dass unser Hungergefühl nicht mehr richtig funktioniert. Der amerikanische Ernährungspsychologe Brian Wansink hat einen sehr interessanten Versuch mit Stapelchips gemacht und die Packungen einmal umgestaltet. Alle 7 oder 14 Chips fügte er ein rot eingefärbtes Exemplar ein. Testpersonen schauten nun einen Film und durften dabei ohne Einschränkung Chips essen. Das erstaunliche Ergebnis: Die Testpersonen mit der präparierten Packung aßen nur halb soviel wie diejenigen einer Kontrollgruppe, die eine ganz normale Packung vor sich hatten. Hinzu kam, dass die Testpersonen nachher auch ziemlich genau sagen konnten, wie viele Chips sie genossen hatten. Die normalen Chipsesser aus der Kontrollgruppe unterschätzten ihren Verzehr um etwa ein Drittel! Die gefärbten Exemplare unterbrechen also offenbar den gedankenlosen Automatismus. Wie können Sie für sich sicherstellen, aus dem verhängnisvollen Automatismus auszusteigen? Hier müssen Sie selber kreativ werden, solange es noch keine bunten Kartoffelchips auf dem Markt gibt. Ich und viele Seminarteilnehmer freuen sich über neue Ideen, dem inneren Autopiloten auf Irrfahrt eine Auszeit zu geben ;-) Bleiben Sie erfolgreich gesund und behalten Sie bitte weiterhin einen Guten Appetit! Ihr Stephan Brauner

Dazugehöriger Literaturtipp

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